Falken verschenken drei Heimpunkte
 | 2:3
0:0 0:2 2:1 |  |
| EHC Jonsdorfer Falken | | ERV Wild Boys Chemnitz |
Man könnte es eigentlich ganz kurz fassen. An ihrer eigenen Überheblichkeit scheiterten die Falken zwei Drittel lang und als sie endlich den Schalter umlegen konnten, reichte die Zeit nicht mehr aus.
Die Falken waren sich ihrer Sache gegen den Tabellenletzten offensichtlich sehr sicher. Verstärkt mit drei „Weißhelmen“ aus Weißwasser, was sollte da schon schief gehen. Eigentlich hätten sie gewarnt sein sollen, da die Wild Boys ihr letztes Spiel gegen die Black Dragons mit 7:6 n.P. siegreich gestalteten. Aber schon zu Beginn der Partie setzten die Chemnitzer die Falken durch aggressives Forechecking unter Druck. In der dritten Spielminute kamen die Jonsdorfer Kufencracks das erste Mal in das Abwehrdrittel der Wild Boys! Doch die Gäste blieben wesentlich gefährlicher. Die Jonsdorfer Schüsse landeten immer wieder direkt auf dem Chemnitzer Schlussmann Tim Schnelle. So endete das erste Drittel torlos.
Etwas druckvoller starteten die Falken in den Mittelabschnitt, doch das Tor trafen die Gäste in der 23. Minute zum 0:1. Durch einen groben Fehler des Jonsdorfer Teams gelang den Chemnitzern drei Minuten später in Unterzahl sogar das 0:2. Zwar ein klares Schlittschuhtor, doch es zählte trotzdem. Dann die Möglichkeit für die Falken in einer Powerplay-Situation, aber erst benötigten sie 38 Sekunden, um das erste Mal einen Schuss auf das gegnerische Tor abzugeben und dann konnten die Wild Boys Bully vor Kosarek erzwingen. Es lief nicht viel zusammen beim EHC. Etwas Pech kam dazu, als in der 36. Minute der Pfosten für Schnelle rettete, ansonsten die Schüsse häufig sehr platziert auf den Torhüter der Gäste.
Zu Beginn des letzten Drittels gerieten die Chemnitzer etwas unter Druck, die Falken hatten einige Möglichkeiten, den Anschlusstreffer zu markieren. Der Trainer der Wild Boys, Mannix Wolff, nahm nach nur vier gespielten Minuten Auszeit. In Überzahl erzielten die Gäste dann auch noch das 0:3. Und das schien jetzt endlich der Weckschuss für die Falken gewesen zu sein. So gelang ihnen jeweils in Überzahl in der 55. und 57. Minute zwar noch einmal der Anschluss, aber auch die Auszeit von Coach Jaro Stastny in der 59. Minute und das Herausnehmen von Kosarek zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers konnte nichts mehr an der letztlich verdienten Niederlage gegen das Schlusslicht in der Tabelle ändern.
Tore: 0:1 Michel (23.); 0:2 Rentzsch (26.); 0:3 Engler (52.); 1:3, 2:3 Havlik (55., 57.)
Strafen: Jonsdorf 14 Chemnitz 16
Zuschauer: ca. 600
« zurück zur Übersicht | 983x gelesen | eingetragen am 06.02.2010 von CL