Punktgewinn in Niesky
 | 5:4 nach Penalty
1:2 3:2 0:0 |  |
| ELV Tornado Niesky | | EHC Jonsdorfer Falken |
Ein Punkt ist die Ausbeute des EHC im ersten Spiel des neuen Jahres. Bei den in Niesky vorherrschenden Bedingungen auf dem Eis, vor allem im ersten und letzten Drittel, kann man letztlich damit zufrieden sein. Den besseren Start erwischten auf jeden Fall die Falken, denn als nach 33 Sekunden Leyva wegen Hakens auf die Strafbank geschickt wurde, war die Powerplay-Aufstellung im Abwehrdrittel des Gegners schnell gefunden und David Wolters zieht mal so richtig ab von der blauen Linie. Irgendwie hatte Benjamin Reichardt noch die Kelle dran und die Scheibe zappelte unhaltbar für Yonne Schröder im Nieskyer Tor. 0:1 nach genau 56 Sekunden, besser konnte es nicht losgehen. Die ersten zehn Minuten machten die Falken ordentlich Druck nach vorne, so dass es den Tornados kaum gelang Gegenangriffe zu starten. Durch den etwas stärker werdenden Schneefall, lief die Scheibe mittlerweile immer schlechter. Ob der Spielanteile doch etwas unerwartet in der 14. Minute der Ausgleich der Gastgeber mit einem sehr schönen Direktschuss von Becher. Doch keine zwei Minuten später sind es wieder die Falken, die jubeln. Bei einem erneuten Überzahlspiel wurde die Tornado-Abwehr ziemlich durch einander gewirbelt und irgendwie brachte erneut Benjamin Reichardt die kleine Hartgummischeibe im Tor unter. So ging es mit einer knappen 2:1 Führung für den EHC in die erste Pause und der „Eismann“ hatte erst mal richtig viel zu tun.
Nach dem ersten Seitenwechsel musste das Spiel dann erst mal unterbrochen werden, da hinter dem Tor von Rostislav Kosarek einige Rauchbomben und Raketen gezündet wurden. Als sich der Nebel verzogen hatte, fand wieder Eishockey statt, was auch durch den etwas nachlassenden Schneefall begünstigt wurde. Doch leider profitierten die Tornados davon, spielten die Falken blitzschnell aus und Rädecker brauchte nur noch ins leere Tor zum 2:2 einzuschieben. Jonsdorf davon unbeeindruckt, erarbeitete sich weiter unermüdlich Torchancen, aber irgendwie wirkten sie vor dem Tor zu verspielt. Was manchmal im Ansatz wirklich gut aussah, wurde durch einen Haken zu viel am Ende zunichte gemacht. Es schien, als wollte der ein oder andere Spieler die Scheibe in das Tor hineintragen. Als sich die Falken wieder einmal im gegnerischen Drittel festgebissen hatten, konnte Jakub Wiecki den EHC mit 3:2 in Führung schießen. Leider gelang es den Falken nicht, ihre Führung auszubauen. Es waren die Tornados, die erst in Überzahl den Ausgleichstreffer zum 3:3 erzielten und nur eine Minute später sogar das erste Mal in dieser Partie durch einen Treffer von Jankovych in Führung gingen. Jetzt wurde es richtig heiß auf dem Eis. Eine doppelte Überzahlsituation nutzten dann die Falken, um kurz vor der Pause durch Matthias Kohl noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Eine unfaire Aktion, des Nieskyers Becher (Check gegen Kopf-/Nackenbereich von Sven Schlicht) eine Sekunde vor Drittelende brachte diesem eine 5 plus Spieldauer ein. Warum allerdings auch Sven Schlicht eine Zweiminuten-Strafe erhielt, bleibt wohl das Geheimnis des teilweise überfordert wirkenden Schiedsrichters. Also Spannung pur im Derby und noch ein Drittel zu spielen.
Leider nahm der Schneefall wieder an Stärke zu und die Bedingungen auf dem Eis verschlechterten sich dadurch erheblich. Die Falken hatten durchaus den Führungstreffer auf der Kelle, aber entweder wurde nur der Pfosten getroffen oder aber auch das leere Tor verfehlt. An ein ordentliches Spiel war mittlerweile nicht mehr zu denken, die Scheibe rutschte schlecht und war stellenweise im Schnee kaum noch zu sehen. Das änderte sich auch nicht wirklich, als der letzten Seitenwechsel im Freiluftstadion zehn Minuten vor Spielschluss noch einmal zur „Eispflege“ genutzt wurde. Die Falken kämpften unermüdlich um den Sieg und waren den Gastgebern auch spielerisch überlegen, doch da kein weiterer Treffer fiel, musste der Sieger im Penaltyschießen ermittelt werden. An dieser Stelle können wir es kurz machen, da kein Jonsdorfer seinen Penalty verwandelte und Greulich als fünfter Nieskyer Schütze Rostislav Kosarek überwinden konnte, verließen die Gastgeber als glückliche Gewinner das Eis.
Kompliment an die Jonsdorfer Mannschaft, die trotz schlechter äußerer Bedingungen und manch fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen bis zur letzten Minute um den Sieg gekämpft hat.
« zurück zur Übersicht | 1176x gelesen | eingetragen am 03.01.2010 von CL