5-Punkte-Wochenende
 | 1:6
1:4 0:2 0:0 |  |
| ECC Preussen Berlin | | EHC Jonsdorfer Falken |
Nach dem eher schwachen Spiel am Freitag gegen Fass Berlin zeigten die Falken ihre bisher beste Saisonleistung und schlugen den amtierenden Regionalligameister ECC Preußen Berlin sensationell mit 6:1. „Diesmal konnten die Falken alles umsetzen, was Jaroslav Stastny in Vorbereitung der Partie vorgegeben hatte.“ freute sich Vereinsvorsitzender Volker Kunze. Die Laufwege stimmten, die Pässe kamen an und die Preußen hatten von Beginn an mächtige Probleme mit dem schnellen, präzisen Kombinationsspiel der Falken. Schon nach knapp zwei Minuten erzielte Christian Rösler den Jonsdorfer Führungstreffer. Die Angriffsbemühungen der Preußen wurden konsequent gestört und meist schon in der neutralen Zone vereitelt. Trotzdem gelang den Berlinern in der siebten Spielminute ein sehr schön herausgespielter Treffer zum 1:1. Wenig später wurde Dennis Melchior wegen Bandenchecks für zwei Minuten auf die Strafbank verbannt, aber die Falken beschäftigten die Preußen sogar in Unterzahl in deren Abwehrdrittel. Dann ein Konter, drei Berliner laufen auf Jan Havlik, doch Rostislav Kosarek blieb Sieger. Als Dennis Melchior nach Ablauf der Strafzeit von der Bank kam, schnappte er sich den Puck und schoss zum 1:2 ein. Das ging dann allen Beteiligten wohl etwas zu schnell, denn das Tor wurde nicht gegeben, weil die Scheibe sofort wieder raussprang. Also weiter beim Stand von 1:1. Die Falken machen auch in Unterzahl mächtig Druck, so dass sich die Berliner bei numerischer Überlegenheit durch unerlaubten Weitschuss befreien müssen. So stark hatte man die Falken lange nicht gesehen. Auch das Überzahlspiel des EHC sah deutlich besser aus, die Scheibe lief schnell, die Spieler rotierten vor dem Tor und Toni Klante nutzte eine solche Möglichkeit in der 18. Minute zum erneuten Führungstreffer. Und weil das schön anzusehen war, legte Michal Pešek keine Minute später zum 1:3 nach. Der Torjubel war noch nicht ganz verstummt, als Arturs Kruminsch zwei Sekunden vor Drittelende zum 1:4 einschoss.
Auch die Abwehr stand sicher und spielte gute Aufbaupässe. So sah David Wolters den startenden Kruminsch, passte die Scheibe perfekt auf seine Kelle und er setzt sich gegen den Berliner Verteidiger durch und lässt dem Schlussmann keine Chance – 1:5! Wenig später mussten sich die Falken fast drei Minuten in Unterzahl bewähren, da erst Toni Klante wegen Beinstellens in die Kühlbox geschickt wurde und gerade als die Strafe abgelaufen war, nahm den angewärmten Platz Pavel Vait ein. Auch hier ließen die Jonsdorfer Kufencracks nichts anbrennen. Sie verteidigten sehr geschickt und Rostislav Kosarek hielt jede Scheibe, die auf sein Tor kam. Pavel Vait hatte noch eine Minute seiner unfreiwilligen Pause abzusitzen, als der Berliner Neugebauer ebenso auf die Strafbank musste. Also ging es vier gegen vier weiter und es war Platz auf dem Eis. Diesen nutzten die Falken, um ihre Führung weiter auszubauen. So traf erneut Arturs Kruminsch. Der amtierende Meister fand keine Mittel gegen kampf- und spielstarke Falken und einen sehr gut aufgelegten Jonsdorfer Schlussmann, der kurz vor der Pausensirene mehrere Schüsse abwehrte.
Zu Beginn des letzten Spielabschnitts dann ein Wechselfehler beim EHC und nur 15 Sekunden später gesellte sich Sven Schlicht wegen Bandenchecks zu Mario Hähnel, der die Bankstrafe absitzen musste. Aber auch in doppelter Unterzahl kämpften die Falken bravourös und wenn es den Preußen doch einmal gelang, einen Schuss auf das Jonsdorfer Gehäuse zu bringen, war immer noch Rostislav Kosarek zur Stelle. Die Gastgeber mittlerweile wohl ziemlich frustiert, brachen in der 49. Minute eine Schlägerei vom Zaun, in die sich Benni Reichardt und Dennis Schlicht mit einbrachten und dafür jeweils fünf Minuten plus Spieldauer kassierten. Bei dem Spielstand war das nicht unbedingt nötig, da beide Verteidiger damit für das nächste Spiel gesperrt sind. Nachdem alle Strafen für beide Teams ausgesprochen waren, konnte das Spiel dann weiter gehen. Der Spielfluss war jetzt gestört, die Preußen gaben sich geschlagen und die Falken spielten die Partie konzentriert zu Ende. Ein unglaublich starkes Spiel der Falken in allen Mannschaftsteilen!
Ein mit fünf von sechs möglichen Punkten sehr erfolgreiches Berlin-Wochenende, welches den Falken das nötige Selbstvertrauen für das zweite Derby der Saison geben sollte. Wenn die Falken an die heute gezeigte Leistung anknüpfen können, wird es schwer für die Tornados, im Falkenhorst zu punkten.
« zurück zur Übersicht | 530x gelesen | eingetragen am 13.12.2009 von CL