Nichts zu holen im Wolfsbau
 | 6:3
2:2 1:0 3:1 |  |
| EHV Schönheide | | EHC Jonsdorfer Falken |
Auf dem Wolfsbau scheint für die Jonsdorfer Falken ein Fluch zu liegen. Nach den Siegen in den letzten beiden Spielen gegen den ECC Preußen und Fass Berlin und den dabei gezeigten guten Leistungen, konnte man eigentlich zuversichtlich nach Schönheide reisen, zumal der Saisonstart der Wölfe nicht optimal verlief. Fünfzehn unverdrossene Falkenfans machten sich mit auf die Reise, um ihr Team zu unterstützen. Doch was sie gleich zu Beginn des Spiels erwartete, ließ nichts Gutes ahnen. Nach nicht einmal zwei Minuten erreichte den an der blauen Linie wartenden Jenka ein präziser Pass und im Alleingang erzielt er den 1:0 Führungstreffer. Unzählige Male konnte man in den letztjährigen Begegnungen diesen einfachen und effektiven Spielzug schon „bewundern“. Davon unbeeindruckt, erarbeiteten sich die Falken fleißig ihre Chancen. Michal Pešek gelingt es, in der sechsten Spielminute den „Wolf“ im Schönheider Tor, Sebastian Modes, zu überwinden. Jonsdorf hat in dieser Phase eindeutig mehr vom Spiel und beschäftigt die Wölfe in deren Abwehrdrittel. Zum Glück misslingt ein Jun/Jenka Konter in der neunten Minute. Nach einem Bully vor Modes in der 13. min kann Jakub Wiecki die Falken auf Zuspiel von Dennis Melchior dann auch verdient in Führung schießen. Leider ist es wieder ein Kontertor, mit dem die Gastgeber durch Hein zum 2:2 ausgleichen, was dann auch der Pausenstand war. Also immer noch Hoffnung.
Zu Beginn des zweiten Drittels klingelt‘s im Jonsdorfer Gehäuse, doch da Rostislav Kosarek von Krehl behindert wird, zählt der Treffer nicht. Die Falken spielen eigentlich ganz gut, doch was fehlt, sind Tore. Diese wiederum gelingen den Wölfen, so lässt sich ein Herr Jun nicht lange bitten und legt in Überzahl für Vojcak auf. Ziemlich zügig geht es im Mittelabschnitt hin und her, wobei die Falken im Abschluss immer wieder an ihrer Zielgenauigkeit oder dem sehr gut haltendem Modes scheiterten. Mit der knappen 3:2 Führung der Gastgeber ging es in die zweite Pause und eigentlich war hier noch alles drin.
Den letzten Spielabschnitt konnten dann die Schönheider immer mehr für sich einnehmen. Die Falken wirkten zwar nach wie vor bemüht, schienen aber nicht mehr in der Lage, den erstarkten Wölfen Paroli zu bieten. Als dann in der 42. min B. Reichardt wegen Haltens in die Kühlbox musste, benötigten die Wölfe von ihrem Powerplay nur sechs Sekunden, um durch Jun auf 4:2 zu erhöhen. Und der Spielertrainer war es auch, der im nächsten Überzahlspiel den fünften Schönheider Treffer markierte. Wenig später legte er dann noch einmal für Weiss auf und damit war dann die Entscheidung endgültig gefallen. Das Tor von Sven Schlicht in der letzten Spielminute konnte dann nur noch zur Ergebniskosmetik beitragen.
Man möchte es kaum mehr erwähnen, aber wenn die unzähligen Tormöglichkeiten, auch in Überzahl, nicht genutzt werden, braucht man sich nicht wundern, gegen ein Team unter Führung eines immer wieder überragenden Jun/Jenka-Gespanns, letztlich keine Chance auf den Sieg zu haben. Bleibt nur zu sagen, dass die Wölfe die Partie völlig verdient gewannen.
« zurück zur Übersicht | 443x gelesen | eingetragen am 10.11.2009 von CL